Friedrich-Ebert-Gemeinschaftsschule führte erfolgreich „Lernbrücken“-Programm durch

Im Klassenzimmer herrscht intensive Arbeitsatmosphäre. Mehrere Kinder sitzen im an ihren Tischen und bearbeiten konzentriert einen Rechtschreibordner, nebenan im Medienraum üben vier Schüler mit einem digitalen Mathe-Programm die Grundrechenarten. Kurz vorher haben sie Rechenstrategien besprochen, jetzt werden diese beim schnellen Kopfrechnen angewandt. Lehrer Georg Fellner hilft gerade einem Schüler, der bei einer Mathe-Aufgabe alleine nicht weiter kommt, kurz darauf kniet er im Raum daneben bei der zweiten Schülergruppe und unterstützt sie beim Rechtschreiben.

Weil Corona im Frühjahr dafür sorgte, dass die Schulen geschlossen wurden und auch bis zu den Sommerferien der Unterricht nicht regulär laufen konnte, gab es viele Schülerinnen und Schüler, die trotz des Fernunterrichts und den Bemühungen der Lehrer zusätzliche Unterstützung brauchen. Deshalb hat das Land Baden-Württemberg für diese Schüler/innen das „Lernbrücken“-Programm beschlossen. In den Sommerferien wurde zwei Wochen lang Deutsch und Mathe vertieft.

Auch die Friedrich-Ebert-Gemeinschaftsschule hat daran teilgenommen. „Es war bewundernswert, dass sich bei uns so viele Kolleginnen und Kollegen bereit erklärt haben, sich bei den Lernbrücken zu engagieren“, so Rektorin Verena Wittemer erfreut. An der Schule wurden insgesamt vier Lerngruppen gebildet, zwei für die Grundschule und zwei für die Sekundarstufe. Jeden Tag gab es vier Schulstunden Lernunterstützung in Deutsch und Mathe für die rund 50 Schüler, die von den Eltern dazu angemeldet wurden. Zusätzlich waren noch drei Lernbrücken-Gruppen der Theodor-Heuss-Grundschule im Gebäude der Friedrich-Ebert-Gemeinschaftsschule.

Die Lehrer waren rundum begeistert von der großen Lernmotivation der Schülerinnen und Schüler: „Zum großen Teil haben die Schüler in diesen zwei Wochen sehr viel dazu gelernt und Lernlücken konnten geschlossen werden“, so Georg Fellner, der eine Grundschulgruppe betreute. Und auch Eva Körber,  Kevin Steinemann, Boris Becker und Patrick Kastl freuten sich über die engagierte Arbeitshaltung ihrer Schüler. Schwierig an der Umsetzung der Lernbrücken war nur, dass das vorgesehene Diagnose- und Übungsmaterial zu spät vom Land zur Verfügung gestellt wurde. „Aber unser Lehrerteam hat das grandios mit eigenem Material ausgeglichen“, so die Rektorin.

Und was meinten die Schülerinnen und Schüler zu dem Lernbrücken-Angebot in den Ferien? „Super“, fand Hasirad aus der 2b. Und Ilenia aus der 2a haben am besten die Mathe-Bausteine am Laptop gefallen.

Rektorin Verena Wittemer hält es insgesamt für „wichtig, dass wir das Lernbrücken-Programm durchgeführt haben. Es hilft unseren Schülerinnen und Schülern, jetzt im neuen Schuljahr gut zu starten.