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Friedrich-Ebert-Schule | Gemeinschaftsschule

„Etwas Sinnvolles tun und unsere Schüler unterstützen“

 

FESCH-Lehrerinnen nähen Alltagsmasken für den Unterrichtsbetrieb

„Ja, genau. Hier muss dann die zusätzliche Naht für den Pfeifenputzer gesetzt werden“. Lehrerin Katja Wesch erklärt gerade ihren Kolleginnen am Beispiel einer bereits von ihr genähten Alltagsmaske das Schnittmuster der Mund-Nasen-Masken. Kurze Zeit später surren an vier Arbeitstischen, die im vorgeschriebenen Abstand im Raum verteilt sind, die Nähmaschinen. Auf den Tischen liegen außerdem Stoffteile, Nähnadeln, Scheren und Gummibänder. Im Textil-Fachraum der Schule, im Keller des FESCH-Carres, haben sich die Lehrerinnen Anna Hegler, Alicia Schirmer, Eva Fries und Lena Rieger mit Katja Wesch, der Fachleiterin für das Fach „Hauswirtschaft/Textiles Werken“, getroffen, um Alltagsmasken für die Schüler/innen und Lehrer/innen der Friedrich-Ebert-Gemeinschaftsschule zu nähen.

Ab kommenden Montag kommen die Prüfungsklassen 9a/b und 10a/b zurück in den Unterricht. Darüber hinaus besuchen ungefähr zwanzig Kinder von Klassenstufe 1 bis 7 seit letztem Montag die Notbetreuung. Da an der Schule Maskenpflicht gilt, brauchen die Schüler/innen alle mehrere Alltagsmasken zum Wechsel. „Die Schüler/innen bringen natürlich ihre eigenen Masken von zuhause mit, aber im Notfall können wir dann mit unseren Masken aushelfen“, so Grundschullehrerin Alicia Schirmer. Die Besonderheit der selbstgenähten FESCH-Masken: Jede bekommt zur Stabilisierung einen Pfeifenputzer am oberen Rand eingenäht. „Das erleichtert die Benutzung, vor allem für Brillenträger/innen“, erklärt Katja Wesch. Mit geradem Stich und einer Stichlänge von drei Millimetern werden aus alten und bunten Bettbezügen am Ende viele gebrauchsfertige Alltagsmasken. Es gibt die FESCH-Alltagsmasken in zwei unterschiedlichen Größen. Die HTW-Fachleiterin berichtet: „Wir haben vorher mit verschieden dicken Stoffen experimentiert, jetzt haben wir gute Stoffe gefunden, freuen uns natürlich aber auch für weitere Bettbezug-Spenden. Am besten geeignet sind dünne Bettbezüge, Bettlaken dagegen nicht.“

Die Schule möchte für alle Öffnungs-Szenarien gerüstet sein, deshalb freut sich auch Rektorin Verena Wittemer sehr über die Initiative von Katja Wesch und ihren Kolleginnen: „Es ist eine wunderbare Idee der Kolleginnen, über die wir alle an der FESCH sehr dankbar sind.“

Anna Hegler ist stolz darüber, mithelfen zu können, „was uns allen an der FESCH ganz konkret hilft und wodurch sich das Schulleben wenigstens teilweise normalisieren kann.“ Für Lena Rieger sind das Setzen der Nähte die schönsten Arbeitsschritte: „Da sieht man, dass aus den einzelnen Teilen ein schönes Ergebnis wird.“ Und Alicia Schirmer schätzt es, gemeinsam im Team zu nähen: „Das macht mehr Freude als alleine. Und es tut gut, so etwas Sinnvolles zu tun.“ Für Katja Wesch steht fest: „Das Nähen der Alltagsmasken hilft uns, dass wir der Coronakrise nicht so hilflos augesetzt sind, sondern unseren Beitrag dazu leisten, dass es für unsere Schüler/innen und für uns Lehrer/innen gut weiter geht.“