Bauprojekt an der Friedrich-Ebert-Gemeinschaftsschule wertet Schulhof für die Grundschüler auf

 „Wir sind besonders stolz darauf, dass wir einen so schönen Ort zum Sitzen und Entspannen geschaffen haben“. Dem Achtklässler Morice Zimmermann war seine Freude und sein Stolz anzusehen. Gemeinsam mit seinen Mitschüler*innen präsentierte er bei der Einweihungsfeier des diesjährigen Bauprojekts an der Friedrich-Ebert-Gemeinschaftsschule das, was dreizehn Achtklässler*innen innerhalb einer Woche auf den Schulhof gezaubert haben: Eine rund zehn Meter lange Balancier-Schlange und eine gemütliche Eckbank. „Unser Ziel war, Bauwerke zu bauen, auf denen die Grundschülerinnen und Grundschüler gerne balancieren, klettern, aber auch sich begegnen und entspannen können“, so die Achtklässlerin Pel Bamerni bei der Einweihung der neu geschaffenen Bauwerke.

Marc Böhmann, der als Fachleiter für Berufsorientierung seit sechs Jahren die Bauprojekte an der Schule koordiniert, erläuterte den Gästen bei der Einweihung: „Die Achtklässler*innen haben zuerst die Grundschulkinder in den Pausen interviewt und überlegt, an welchen Stellen auf dem Schulhof die Bauwerke hinkommen könnten. Im nächsten Schritt ging die Schülergruppe zum langjährigen Kooperationspartner, der Werkstattschule e.V. nach Heidelberg. Dort entwickelten Pel, Morice und die anderen Bauprojekt-Schüler*innen mit Zeichenblock und Tablet erste Ideen und bauten dann maßstabsgetreue Modelle, die sie anschließend den Schüler*innen und Lehrer*innen der Grundschule vorstellten.“ Techniklehrer Jan Balduf stellte die besonderen handwerklichen Herausforderungen des diesjährigen Projekt heraus: „Die Schülerinnen und Schüler mussten innerhalb einer Woche sowohl eine Eckbank, als auch eine leicht geschwungene, etwa 10 Meter lange Balancierschlage konstruieren. Zwar sind einige Schülerinnen und Schüler aus dem Technikunterricht erprobt, ein bereits geplantes Werkstück mit Hilfe von Werkzeugen zu realisieren, jedoch sind solche Arbeiten am Modell nur bedingt mit realen Bauten zu vergleichen. Die zuvor erstellten Modelle in einem solchen Zeitraum und in einem solchen Maßstab umzusetzen, stellt selbst für geschulte Handwerker*innen eine Herausforderung dar. Ob es Geduldsproben bei der Steinbearbeitung, bei welcher sichtbare Veränderungen lange auf sich warten lassen, trotz hartem Einsatz mit Hammer und Meißel, oder rauchende Köpfe beim Messen und Anreißen der Beplankungen für die sechseckige Unterkonstruktion der Balancierschlange waren - die Herausforderungen wurden gemeistert. Ich bin extrem stolz auf die Schülerinnen und Schüler, nicht nur auf die hervorragende handwerkliche Umsetzung, sondern auch auf das große Engagement und die Arbeit im Team, Hand in Hand, vom ersten Spatenstich bis hin zum Feinschliff."

Und auch die Ehrengäste waren bei der Einweihungsfeier voll des Lobes: Rektorin Verena Wittemer und Konrektorin Nina Lawrenz bedankten sich vor allem bei den beteiligten Schülerinnen und Schülern: „Ihr habt unserer ganzen Schule ein sehr wertvolles Geschenk geschaffen.“ Bürgermeisterin Patricia Rebmann freute sich über die wunderschönen Bauwerke und wünschte sich, „dass alle, auch die Öffentlichkeit, auch mit diesen Bauwerken pfleglich umgehen.“ Vom Gemeinderat waren die Stadträtinnen Christa Balling-Gündling, Renate Schmidt und Rabea Niebel zur feierlichen Einweihung gekommen. Die für die Schule zuständige Berufsberaterin Diana Laier freute sich, dass die Schüler*innen durch das Projekt wertvolle Impulse für ihre Berufswahl erhalten haben. Projektleiter Kyran Dobler von der „Werkstattschule e.V.“ bedankte sich für die jahrelange gute Zusammenarbeit und lobte die beteiligten Schülerinnen und Schüler: „Jede und jeder von euch hat sich im Laufe dieses Projektes super eingebracht!“. Der Landtagsabgeordnete Andreas Sturm betonte, dass die Gelder des Landes für solche Schulprojekte zur Berufsorientierung hier so sinnvoll eingesetzt wurden: „Ich bin sehr beeindruckt von Euren Ergebnissen und Eurem Engagement!“. Der Landtagsabgeordnete und Staatssekretär Andre Baumann stellte heraus: „An solchen Projekten zeigt sich auch das besondere Profil der Schulart Gemeinschaftsschule und natürlich auch der Friedrich-Ebert-Gemeinschaftsschule. Die Schülerinnen und Schüler entdecken ihre Talente und können diese für ihre Berufsorientierung nutzen.“ Die Bundestagsabgeordnete Franziska Brantner ließ es sich nicht nehmen, aus Berlin ein Video-Grußwort zu schicken, und betonte: „Ihr habt Eure Begeisterung, Eure Ideen, Eure handwerkliche Begabung und Eure Teamarbeit in die Waagschale geworfen, um etwas Fantastisches zu bauen.“

Ein großes Dankeschön gab es abschließend von Bauprojekt-Koordinator Marc Böhmann für die Agentur für Arbeit und die Stadt Eppelheim, die das Projekt maßgeblich finanziert haben. „Besonders dankbar sind wir auch dem Heidelberger Unternehmen und unserem langjährigen Bildungspartner ‚adViva‘, der dieses Projekt mit einer großzügigen Spende unterstützt hat.“

Foto: "Geschwill Presseservice, Eppelheim". Herzlichen Dank für die Berichterstattung und die Überlassung des Fotos!

23.05.2022